Damals…

Schon seit 39 Jahren gibt es die „Löstigen Schildgenern Clowns“.
Clown Lothar – zwar nicht von Anfang an dabei, aber seeeehr erfahren – hat sich um die Clowns-Chronik verdient gemacht und lässt uns an der Geschichte der Clowns teilhaben:

– Gegründet 1976. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit darüber, ob man als Fußgruppe mitgeht oder sich auf einem Wagen fahren lässt.

– Beim Probezug von Heidkamp bis zur Innenstadt wurde festgestellt: Et jeht doch! Urjel un Trömmelche waren schon dabei. Quetschebüggel un Schellebööm kamen später dazu.

– LSC ist kein Verein! Es gibt weder Vorstand noch Hierarchie: so viel Individualismus und so wenig Organisation wie möglich.

– Jeder akzeptiert und toleriert seine Mitclowns so (löstig) wie er/sie gerade ist (auch wenn es manchmal schwer fällt :-))

– die Vereinshymne heißt „Jo mer us Schildche“

– die Strüßcher werden heute noch selber gebunden; Karnevalssamstags ab 9.30 Uhr, es besteht Teilnahmepflicht

– Orden gibt es seit 1983. In den ersten Jahren selbst gebastelt aus Messingplatten. Inzwischen professionell hergestellt mit dazu passendem Sticker.

– 2001 zum 25-jährigen Jubiläum gab es erstmals einen industriell gefertigter Orden

– Die Mitgliederzahl war anfangs so gering, dass ein Trauerfall in einer Familie die Teilnahme der ganzen Gruppe gefährdete. Heute sind die LSC mit über 50 Teilnehmern eine der größten (und buntesten und längsten und sowieso die schönste) Gruppe im Gläbbicher Zoch.

– Pänz waren von Anfang an dabei, sobald mehr als zwei Karos auf das Kostüm passten. Viele, die als Pänz mitgegangen sind, gehen heute mit ihren eigenen Pänz mit. Schön!

– Und die Pänz gehen – traditionsgemäß – genau so undiszipliniert wie die Erwachsenen. Auch Tradition die Kritik nach dem Zug: Eure Gruppe war aber wieder sooooo lang!

– Die Clowns haben noch nie einen Preis gewonnen – einmal eine lobende Erwähnung. Aber sie sind fast in jedem Jahr mit Fotos in der Tagespresse zu sehen – einmal sogar auf der Titelseite des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (2008).

– aber jedes Jahr feiert die Presse die Gruppe wegen ihrer Nähe zu den Jecken am Rande und wegen dem Spaß und der Freud’, die sie jedes Jahr aufs Neue den Zuschauern vermitteln

– Highlight ist seit 1989 die Luftballonschlange, die die ganze Gruppe überspannt (nicht dass die Gruppe überspannt wäre …!). Dafür (für die Luftballonschlange) gibt es immer wieder Lob und spontanen Beifall

– An „gesellschaftlichen Ereignissen“ wie Pfarrfamilienfesten, kfd-Sitzungen, Benefizveranstaltungen des Sparvereins nehmen die LSC immer wieder gerne und ausgiebig teil. Sie schrecken auch vor Gesangsdarbietungen vor Publikum nicht zurück!

– 1994 war mit Jürgen Albrecht ein Schildgener (Freund der Clowns) Prinz Karneval in Jläbbisch. Die Clowns begleiteten ihn zur Prinzenproklamation und feierten am Sonntag vor Karneval mit Dreigestirn und Prinzengarde die Mess op Kölsch in der Herz Jesu Kirche.

– 1993 hat eine Delegation der Clowns am Empfang des Kölner Dreigestirns in Honrath, dem Heimartorf von Prinz Wilfried !., teilgenommen, der später unter seinem Namen Wicky Jungeburth im Kölner Karneval berühmt (-berüchtigt?) wurde. Zu ihm gab es schon längere Zeit Kontakte, einmal durch die gemeinschaftlichen Besuche des Rosenmontagszuges in Köln vor dem Musikhaus Tonger wie auch durch seine musikalischen Ratschläge und kritischen Anmerkungen bei den Proben für den ersten öffentlichen Auftritt der Clowns 1990

– Den Tiefpunkt erlebten die LSC 1992, als interner Knies und Knaas eine Teilnahme am Karnevalszug unmöglich machte. Unmöglich!!! („Jelaach wed immer“???)

– Die Clowns entdecken HiFi. Der Bagagewagen hat Musik. Bei ersten Versuchen war die Autobatterie leer und der Wagen musste (beinahe) den durch den Zug geschoben werden.

– Strüßjer binge ist ein Pflichttermin für alle Clowns am Karnevalssamstagvormittag. Seit 2010 gewährt dafür Haus Rheindorf Asyl.

– 33 Jahre Löstije Schildgener Clowns. Zur Feier des Jahres wurde ein besonderer Hut (Dreispitz mit Zeitungspapier und wildesten Dekorationen) gebastelt. Trotz huterweichendem Regen beim Karnevalszug sieht man auch heute noch restaurierte Exemplare auf den Clownsköpfen.

– Seit 2011 sind die Löstijen Schildgener Clowns auch im WorldWideWeb zu erreichen.